Limited Editions

Tassen

Es ist geschafft

27r

(Auszug von Seite 27r)
Ich erkläre, dass ich den Mörder ans Joch gefügt mit der Peitsche zu Tode peitschen werde, denn dieser Mietsoldat ist im Morgenland abscheulich tätig.


Das Ereignis auf Seite 27r findet am 03.04.1267 statt:

Mit dem Ereignis im April 1267 befinden wir uns in Outremer. Aber erst im Mai 1267 erschien Sultan Baibars mit einem großen Truppenaufgebot vor Akkon und verwüstete im Nachgang das Umland. Das Ereignis im April 1267 bezieht sich - soweit bisher der Text Aufschluss gibt - auf einen Söldner in den eigenen Reihen, der sich im Heiligen Land nicht konform verhält und einer Strafe unterzogen werden soll.


Natürlich ist das Voynich-Manuskript mit seinen mehr als 100 unterschiedlichen Sonderzeichen nicht in Deutsch, Englisch, Spanisch, Tschechisch, Arabisch etc. verfasst, sondern schlichtweg in Latein.

Es konnte nur eine Sprache wie Latein gewählt werden, da diese bereits Jahrhunderte überdauerte und die Sprache der Wissenschaft im Mittelalter war und man annahm, dass diese Sprache auch noch die nächsten Jahrhunderte in ihrer Konsistenz erhalten bliebe. Und Latein bietet durch den sprachlichen Fassettenreichtum einerseits und der Wortstruktur andererseits die Basis, ohne viele Füllworte auszukommen.

Ein weiteres Rätsel ist in den Pflanzen versteckt. Man versucht zwar die botanische Zuordnung zu vollziehen, aber letztendlich stellen sie einen Kalender dar.

Die bisherige Übersetzungsarbeit hat einige Schiffsnamen zu Tage gefördert, über die sich bisher keine Informationen finden ließen. Zum Beispiel heißen zwei SchiffeAvis (Wahrsagevogel) undAmor (Liebesgott). Amor ist ein nach griechischer Bauart gefertigtes Schiff, welches gekauft wurde.
Insgesamt habe ich bisher 11 Schiffsnamen übersetzen können, zu denen sich bisher, trotz intensiver Recherche, keine Fundstellen auffinden ließen. Es gibt einige große Archive über Handelsaktivitäten in Häfen des Mittelmeers aus dem 13. und 14. Jahrhundert, die aber überwiegend nicht aufgearbeitet worden sind oder deren Aufzeichnungen nicht mehr existieren. Insofern es Aufzeichnungen über Schiffe im Heiligen Land gab, wie z.B. in Akkon, dann ist nicht klar, ob diese Aufzeichnungen überhaupt noch existieren oder einfach verloren gegangen sind.


Aber wie funktioniert denn nun der Schlüssel?


Nun, es ist ein Code, der von seinen Erfindern so ausgedacht wurde, dass er jedem einfachen und offensichtlichen Versuch der Dekodierung standhält. Die Erfinder haben sehr wohl um die üblichen Herangehensweisen bei einer Entschlüsselung gewusst und diese "einfachen Herangehensweisen" durch einen zusätzlichen Mechanismus ausgeschaltet.
Es ist nicht einfach ein klassischer kryptologischer Schlüssel - dann hätte man es ja auch schon längst gelöst - es ist ein Schlüssel im Schlüssel und dadurch hochkomplex. Hinzu kommt, dass er eine Variabilität besitzt, da sonst die weiteren Möglichkeiten wie „darunter liegende Seiten“ und „spiegelverkehrte Seiten“ nicht übersetzbar wären.

Da zuerst ein Sinn aus einer "Sprachwolke" extrahiert werden muss, wobei es am Ende aber immer nur eine eindeutige Lösung dabei gibt, kann dies durch einen Computer nicht geleistet werden. Außerdem weiß man im Voraus nie wie lang ein Satz ist, oder worum es geht. Es ist so, als wenn man ein zweiseitiges Kreuzworträtsel gleichzeitig im Kopf löst, obwohl dieser Vergleich auch nicht ganz korrekt ist, da hier feststehende Konstanten für Wortlängen vorgegeben sind.

Wer hier glaubt, dass ich den Code einfach so zu Verfügung stelle irrt. Und wer der Meinung ist, mich deswegen zu verurteilen, der kann sich gerne in der Riege derer einreihen, die einfach nicht über das intellektuelle Rüstzeug verfügen, aber versuchen mit Schmalspurkryptologie oder wertenden Aussagen auf meine Kosten sich wichtig zu machen.

Persönlich ist mir kein Erfinder bekannt, der seine geniale Erfindung ohne rechtlichen Schutz oder ohne Patentanmeldung einfach der Öffentlichkeit zu Verfügung stellen würde

Es gibt in diesem Manuskript so viele Stellen, die sich alleine durch ihren Inhalt oder der damit verbundenen zeitlichen Datierung selbst beweisen. Und es gibt nicht nur Namen von Personen, die eindeutig zugeordnet werden können.

Übersetzt wurden bisher etliche Seiten, Diagramme, tausende von Vokabeln und nicht nur ein paar zusammenhanglose Wörter.